
"Ja, ich will!"antwortete ich meinen Freunden im Jahr 2006 auf die Frage, ob ich Stadtführer in Berlin werden wolle. Das war keineswegs so selbstverständlich
wie es klingt ... ich bin kein Historiker - im Gegenteil - ich habe in der Schule das Fach "Geschichte" nur unter Qualen absolviert.
Ich erinnere mich genau an meine ersten Tage in Berlin. Es war Herbst im Jahr
1997. Ich stand staunend vor dem Brandenburger Tor, entdeckte die Reste der
Berliner Mauer und schaute mit offenen Augen in die Gesichter der Menschen dieser Stadt. Mein Herz sagte: Hier bist Du zu Hause (liebe Eltern, verzeiht mir!). Spannend waren die ersten Jahre u.a. als Markenbotschafter für ein bekanntes
Champagner-Haus,in der Öffentlichkeitsarbeit tätig für ein
Luftschiff-Unternehmen (haben Sie einst von CargoLifter gehört?) und eine Zeit
lang selbständig als Graphik-Designer. Ich wusste also, ich bin kreativ, nicht auf den Mund gefallen und begeisterungsfähig. Aber ein konkretes Ziel hatte ich nicht.
Und wie bin ich nun Stadtführer geworden? Nachdem mich meine Freunde dazu angeregt hatten, begann ich in
einer unbeschreiblichen Geschwindigkeit und großem Enthusiasmus Bücher zu
verschlingen, Dokumentationen zu sehen, Museen zu besuchen und die Geschichte
dieser Stadt lebendig werden zu lassen.
Was für eine Stadt! Je tiefer ich in die Geschichte einstieg und je mehr ich von ihr lernte, desto
größer wurde meine Faszination.
Allein die letzten 100 Jahre Berlins lassen sich mit keiner anderen Stadt der
Welt vergleichen.
» Berlin war zur Gründerzeit die Residenz der deutschen Kaiser
und das industrielle Zentrum der Nation, » sie war Hauptstadt der Weimarer Republik, » sie war im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte das Machtzentrum
Hitlers, »
sie wurde 28 Jahre lang durch eine tödliche Mauer geteilt, »
in ihr standen sich die beiden gegensätzlichsten politischen Systeme,
Kommunismus und Kapitalismus, direkt gegenüber und schließlich ist sie das Symbol der Wiedervereinigung unseres Landes.
Berlin erfindet sich immer wieder neu.
Die Vergangenheit ist zwar allgegenwärtig - jedes Haus, jede Straße und jeder
Stein erzählt davon - aber der Mut und die Weltoffenheit der Bewohner sind
Reichtümer dieser Stadt, die ihr den Weg in die Zukunft bereiten. Berlin zieht die Menschen von überall magisch an und sie offenbart ihr
Potential jedem, der sich dem Hier und Jetzt stellt. Nichts ist für die
Ewigkeit und das Leben selbst ist der Beweis.
"Berlin ist eine Stadt, verdammt dazu, immerfort zu werden, niemals zu sein."
( Karl Scheffler, Publizist, anno 1910)
Willkommen in der alten, neuen Hauptstadt.
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"Ja, ich will" sagte ich meinen Freunden, als Sie mich 2006 fragten,
ob ich nicht Lust hätte, Stadtführungen in Berlin zu machen. Ich bin ihnen sehr
dankbar dafür, denn ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als von der Stadt
zu erzählen, die ich liebe.
Seit 1997 lebe ich in Berlin - zuerst in Schöneberg und seit 1999 in Kreuzberg.
Ich bin also kein gebürtiger Berliner. Aber wenn Sie in Berlin leben, stellen
Sie sehr schnell fest, dass eigentlich alle irgendwie irgendwann zugezogen
sind. Die einen schon vor ein paar hundert Jahren, die anderen vielleicht zur
Gründerzeit im Kaiserreich und eben viele erst in den letzten Jahrzehnten. Wir
sind zur Zeit 3,5 Millionen.
Geboren wurde ich am 21. Juli 1969 in Bad Wildungen im Kreis Waldeck
(Nordhessen). Sagt Ihnen dieses Datum etwas?
Als meine Mutter in den Wehen lag, saß mein Vater vor dem Fernseher und schaute
sich die Mondlandung an. Sie hat ihm das verziehen.
Meine Landung auf der Erde gelang ebenfalls reibungslos. Aufgewachsen bin ich in Kassel in Nordhessen.
Seit April 2007 bin ich nun selbständiger und hauptberuflicher Stadtführer unter dem Namen
» DER HAUPTSTÄDTER «
Mit meinem kleinen Programm möchte ich Ihnen das Angebot machen, mit mir ein
Stück Ihres Weges durch Berlin gemeinsam zu gehen.
Ich freue mich darauf, Sie kennen zu lernen!
Ihr Stephan Bachmann
An dieser Stelle möchte ich gerne Danke sagen:
Meinen Gästen, die sich seit April 2007 entschieden haben, mir Ihr
Vertrauen zu schenken und die mir das Gefühl geben, dass ich meine Aufgabe gut
mache. Wenn ich mein Gästebuch anschaue, bin ich sehr glücklich!Meiner Familie - meinen Eltern und meiner Schwester, weil
Sie mir in guten wie in schwierigen Zeiten immer beiseite standen. Eure Liebe spüre ich jeden Tag und dafür
danke ich Euch sehr.
Meinen beiden besten Freunden, Thomas und Samuel, weil sie mir das Gefühl
geben, auch hier in Berlin eine Familie zu haben.
Ihr seid die wertvollsten Begleiter, die man sich wünschen kann! Und Samuel,
hab´ vielen Dank für die unzähligen Tipps, die mir dabei geholfen haben, diese
Internetseite auf die Beine zu stellen! Du weißt, ich bin zwar kreativ, aber
technisch....Thomas vermietet übrigens sehr gemütliche Ferienwohnungen im
Zentrum der Hauptstadt. Wenn Sie also noch eine schöne und familienfreundliche
Unterkunft suchen: www.uebernachten.in.berlin.ms/ |